Heiße Reifen
„Ebersberger Sauhaufen": Warten auf die Saison
Von *KA* Eines haben sie alle gemeinsam, die rund 20 Mitglieder der „Ebersberger Sauhaufen": die Passion des Motorradfahrens. Wir haben uns mit dem ersten Vorstand Hermann Selmaier getroffen und Interessantes über diesen Motorradclub mit dem dezenten Namen erfahren.
Wie kamen Sie eigentlich darauf, sich der„Ebersberger Sauhaufen" zu nennen?
Der „Ebersberger Sauhaufen" wurden am 2. April 1987 von Rudi Wimmer, Thomas Kretschmer und Bernhard Wagner gegründet. In einer gemütlichen Runde beschlossen die drei, dass es für so einen „Sauhaufen", wie sie es sind, dieser Name wohl am zutreffendsten sei.
Wie kamen Sie zum Motorradsport?
Die Leidenschaft hat mich schon als Kind gepackt. Früher las ich natürlich nur Fachzeitschriften, bis ich dann endlich selbst meinen Führerschein machen durfte. Zuerst langte eine kleine Maschine, heute fahre ich eine Suzuki DL 1000, mit der ich sehr zufrieden bin.
Ist für Sie das Motorrad auch ein Fortbewegungsmittel, oder nutzen Sie es nur zu speziellen Fahrten?
Da auf dem Land die Verkehrsverbindungen leider nicht so besonders sind, wurde das Motorrad für mich zwangsweise zum Mittel zum Zweck. Heute benutze ich jedoch öfter mal das Auto, natürlich vor allem im Winter. Das Motorradfahren ist für mich ein Hobby.
Wann holen Sie Ihr gutes Stück wieder aus dem „Winterschlaf?
Ab April beginnt die Saison wieder, die dann bis in den Oktober geht. Schon Monate davor besprechen wir an unserem Stammtisch, zu
dem wir auch im Winter zusammen- kommen, wie die Planung für das Jahr aussieht. Unser Club zieht vor allem Fahrten in die Berge vor. Auch größere Auslandsausflüge finden immer mehr Anklang -bei uns wird es nie langweilig.


Der Vorstand der „Ebersberger Sauhaufen": hinten (v. I.) Herbert Oisch (Tourenwart), Hermann Selmaier (1. Vorstand), Rudolf Wimmer (Schriftführer); vorne (v. I.) Andrea Horny (Kassier), Maria Oisch (2. Vorstand).

Welche Veranstaltungen stehen zusätzlich auf dem Programm Ihres Clubs?
Am Faschingsdienstag werden wir uns beispielsweise gegen 14 Uhr oberhalb des Ebersberger Krankenhauses treffen. Gemeinsames Kegeln, die Nacht- schlittenfahrt oder das Grillfest im Sommer möchte keiner aus unserem Verein missen.
Nehmen Sie regelmäßig teil an den Motorradweihen, die ja vor allem auf dem Land immer beliebterwerden?
Im Jahr 1989 fand die erste Motorradweihe in Halbig bei Motzenberg mit Pfarrer Gabor statt. Damals mit zirka 60 Teilnehmern, mittlerweile sind die Teilnehmerzahlen auf
bis zu 815 angestiegen - eine beeindruckende Veranstaltung, bei der wir natürlich auch vertreten sind.
Gab es auch einmal eine Situation, in der Sie ans Aufhören gedacht haben?
Ja, die gab es. Als ein Vereinsmitglied 1994 auf seiner Hochzeitsreise in Spanien tödlich mit seinem Motorrad verunglückt ist. Daraufhin habe ich ein paar Jahre ausgesetzt. Doch irgendwann hat es mich wieder gepackt - die Passion bleibt. Das Sicherheitsbewusstsein ist jedoch mit dem Alter gestiegen. Jetzt bin ich 37 Jahre, mit 20 habe ich mir noch Dinge geleistet, die ich heute für völlig falsch halte. Deshalb appeliere ich an alle, sich ausreichend zu schützen.
Ein Rat, den sich eingefleischte Biker auf jeden Fall zu Herzen nehmen sollten.
Wir wünschen Hermann Selmaier und seinen „Ebersberger Sauhaufen" auf jeden Fall für die kommende Saison alles Gute! Wer sich für den seit letztem Frühjahr eingetragenen Verein interessiert, Infos gibt es unter www.ebersbergersauhaufen.de.

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